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Zweck
Die gestaltenden Handwerke haben mit dem Bau von
Kathedralen, von Schlössern und Burgen, wie auch von
modernen Bauwerken und anderen Monumenten großartige
Zeugnisse des Kulturgutes erschaffen, die ein elementares
Potential der Identität für die Völker bedeuten.
Um diese Werke zu vollbringen, sind in Berufsbildung
und Berufskultur hohe und gemeinschaftliche Werte eine
Voraussetzung. Es braucht mannigfache Fertigkeiten und
Kenntnisse von bestmöglicher Qualität und feinster Ausprägung.
Es ist wesentlich, sich gleichzeitig der Bedeutung und
Verpflichtung des Erbes und der Verantwortung und Aufgabe einer
Gestaltung der Zukunft bewusst zu sein.
Wer wir sind?
Die Vereinigung EACD wahrt und fördert wertvolle Inhalte
für die Kultur heute und in den kommenden Epochen.
Dabei vertritt sie ordnungsgemäß gegründete juristische
Personen, die generell im Bereich des gestaltenden Handwerks
liegen sowie in den Berufsfeldern, welche im Bereich der
Baukultur und der Denkmalpflege tätig sind. Ebenso vertritt
sie Berufsbildungseinrichtungen, Fachverbände, Vereine,
Stiftungen und Berufsorganisationen, die im Interessengebiet
der EACD liegen.
Die EACD verfolgt kein Erwerbsziel. Ihrem wissenschaftlichen
Charakter gemäß betreibt sie die Durchführung von Studien und
Forschungen zu den beruflichen und branchenbezogenen Problemen
und Möglichkeiten, die von gemeinsamem Interesse für die
Mitglieder sind. Dem pädagogischen Charakter gemäß betreibt
die EACD die Verbreitung der Ergebnisse von Studien, von
Maßnahmen und Inhalten der Aus- und Weiterbildung, von
Empfehlungen und Stellungnahmen sowie die Verteilung von
Informationen und den Erfahrungsaustausch.
Entwicklung
In den Rechtsordnungen der Staaten Europas treten im
Wesen der Berufsbildung große Unterschiede zutage.
Steinmetzen und Steinbildhauer sind exemplarisch befähigt,
gemeinsam an der Kultur des eigenen Berufes zu arbeiten.
Schon seit vielen Jahrhunderten wird an den großen Domen
und Kathedralen Europas ein internationales Netzwerk von
Bauhütten gepflegt, das bereits im Mittelalter ein
hervorragendes Schulungssystem beinhaltete. Es ist die
Wurzel für ein berufliches Identitätsgefühl, das verankert
ist in der Geschichte vieler Epochen und dies auch in der
heutigen Zeit ausstrahlt. Im zusammenwachsenden Europa
entsteht eine Chance, sich gemeinsam seines Anliegens
anzunehmen und es zu dessen Nutzen und zum Wohle der
Gesellschaft zu gestalten.
In diesem Sinne gibt es ab dem Jahr 1998 jährlich
Zusammenkünfte internationaler Fachexperten. Im Jahre
2003 hat sich dann durch die 6. Soester Runde in Brüssel
im Hause der UEAPME die EUROPEAN ASSOCIATION OF BUILDING
CRAFTS AND DESIGN, kurz: EACD, konstituiert, eine
Satzung angenommen und die 1. Vollversammlung abgehalten.
Dadurch ist das gemeinsame Anliegen des internationalen
Freundeskreises auf eine offiziellere Ebene gebracht.
Bildungsmaßname
Die Mitglieder der EACD verbindet vor allem das
partnerschaftliche Streben nach einer vergleichbaren
und immer besser werdenden Qualität bei der Vermittlung
von Fertigkeiten und Kenntnissen in der beruflichen
Bildung sowie der Graduierung im gestaltenden Handwerk
in Europa. Gemäß dem MASTER OF SCIENCE soll in den
entsprechenden Sachgebieten europaweit ein MASTER OF
CRAFT in Geltung gebracht werden.
Erstmalig im Jahre 2006 werden nach einer
internationalen Ausschreibung acht ausgewählte
Aspiranten auf eine Europatournee entsandt. Mit den
geprüften, erfolgreichen Abschlüssen im Frühjahr 2009
bescheinigt das entsprechende Komitee der EACD in
Brüssel den Titel EUROPEAN MASTER OF CRAFT.
Daraufhin wird einstimmig die Durchführung einer Folgemaßnahme
beschlossen. Diese zweite Tournee findet in den Jahren 2010 bis 2012
statt.
Gleich 7 Absolventen erhielten nach ihrer erfolgreichen
Europatour in Salzburg im Sommer 2012 den Titel EUROPEN MASTER OF
CRAFT von der EACD verliehen. Aufgrund des Aufwandes erscheint die
Dokumentation darüber in Buchform im Jahre 2013.
Die dritte Tournee
für Steinmetzen und Bildhauer, sowie erstmalig eine für das
Hafnerhandwerk der VEUKO, ist beschlossen und deren Beginn ebenfalls
für 2013 vorgesehen. Der Startschuss soll auf der Jahresversammlung
im Herbst erfolgen.
Als Stationen dieser Tournee sind vorgesehen:
- Dombauhütte Köln, D
- Dombauhütte St. Maria zur Wiese, Soest, D
- HTL – Hallein, A
- Kienesberger GmbH, A
- Natursteine Franz Bamberger, A
- Denkmalamt Wien
- Marmor Hotavlje GmbH, SI
- Steinmetzschule Brac, HR
- Steinfachschule Laas, I
- Münsterbauhuette Basel, CH
- Stein-Institut Rodez, Frankreich
- Buildung Crafts College, GB
- Canterbury Cathedral, GB
- Lincoln Cathedral, GB
- Nidaros Dom, N
Start der nächsten Maßnahme im September 2012 in Troyes, Frankreich.
Mitglieder

- Ungarn
- Lettland
- Großbritannien
- Schweiz
- Frankreich
- Österreich
- Norwegen
- Niederlande
- Italien
- Slowakei
- Schweden
- Kroatien
- Slowenien
- Deutschland
- Luxemburg
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Presseberichte
Bildergalerie
2012, EMC-Prüfung
9 von 10 der ausgewählten
Master-Aspiranten hatten alle Module der über 2-jährigen
Europa-Tournee absolviert und traten im März 2012 zur Prüfung an. Das
Komitee der EACD hatte als Prüfungsort dieses Mal Luxemburg gewählt.
In der Chambre des Metiers hatte die Luxemburger Steinmetzinnung
für die EACD die Räumlichkeiten reserviert. Ein Teil der Prüfung
bestand in einem Redevortrag zu einem vom Komitee vorgegebenen,
allgemein-gesellschaftlichen Thema.
Die Fachvorträge, sowohl ein
Praxisthema aus dem eigenen Beruf als auch ein Blick über den Zaun zu
einem benachbarten Handwerk, gingen in Wort und Bild von statten.
Zuhörer waren immer die anderen Aspiranten, Gäste aus dem Präsidium
und von den internationalen Bildungseinrichtungen sowie das Komitee.
Einen Empfang im Europäischen Gerichtshof für die EACD gab der Chef
des Protokolls, Martin Loeer. Er und EACD-Präsident Jürgen Prigl
hatten sich vor einigen Jahren anlässlich einer Veranstaltung des
Bundespräsidenten Johannes Rau an St. Maria zur Wiese in Soest kennen
gelernt.
Einen exklusiven Einblick gab es auch in den Sitzungssaal,
in welchem der EU-Gerichtshof seine entscheidenden Beschlüsse fasst.
Der komplette Personenkreis der Prüfung vor passender Kulisse,
einem Teil der luxemburgischen Burglandschaft, die von der UNESCO als
ein Welterbe eingetragen ist.
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